Tobelbrücke

 

Die Gemeindeversammlung hat am 18. Juni 2018 den Bau einer Hängebrücke über das Küsnachter Tobel (gestiftet von einem inzwischen verstorbenen Küsnachter) im Rahmen einer Teilrevision des kommunalen Richtplans mit deutlicher Mehrheit angenommen. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SLS) hat den von der Gemeinde abgewiesenen Rekurs an das Baurekursgericht des Kantons Zürich weitergezogen und nach dessen negativen Bescheid weiter ans Verwaltungsgericht. Nun hat das Verwaltungsgericht in zweiter Instanz angeordnet, dass die Gemeinde ein Gutachten der Natur- und Heimatschutzkommission (NHK) sowie eine Rodungsbewilligung einholen muss.

Das Verwaltungsgericht ist in den meisten Punkten der Gemeinde gefolgt und hat bestätigt, dass die geplante Brücke sich mit dem Schutz des Küsnachter Tobels in Einklang bringen lässt und der Schutzumfang nicht beeinträchtigt wird. Das wichtige Argument einer erleichterten Verbindung zwischen den Quartieren Allmend und Itschnach hat das Gericht ebenso als berechtigtes Anliegen bestätigt. Hingegen kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass obwohl die Tobelbrücke von filigraner Gestalt sei und von aussen nicht einsehbar ist, es sich um ein solides, unübersehbares Bauwerk handelt. Das heisst, dass gemäss Verordnung die Brücke als «grössere Baute» gilt, für welche ein solches Projekt im Bereich von Schutzobjekten ein Gutachten der NHK vorsieht. Dadurch dürfte sich der Bau der Brücke wohl um ein weiteres Jahr verzögern.

Die Brücke würde die beiden Quartiere auf der Höhe des Schübelweihers in Itschnach und der Tennisanlage bzw. des Vitaparcours auf der Allmend nicht nur verbinden, sondern auch zusammenrücken lassen. Eine leicht begehbare «Lücke» im Panoramaweg für ältere Personen oder Familien mit Kindern würde somit endlich erschlossen.

(update 02/07/2020)

Das BFK hat seinerzeit Stimmenthaltung zur Abstimmungsparole herausgegeben.

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