Tobelbrücke

 

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(update 11/2021-lm)

 

Die Gemeindeversammlung hat am 18. Juni 2018 den Bau einer Hängebrücke über das Küsnachter Tobel (gestiftet von einem inzwischen verstorbenen Küsnachter) im Rahmen einer Teilrevision des kommunalen Richtplans mit deutlicher Mehrheit angenommen.

 

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SLS) hat den von der Gemeinde abgewiesenen Rekurs erst an das Baurekursgericht des Kantons Zürich und nach dessen negativem Bescheid weiter ans Verwaltungsgericht weitergezogen. Das Verwaltungsgericht hat in zweiter Instanz angeordnet, dass die Gemeinde ein Gutachten der Natur- und Heimatschutzkommission (NHK) sowie eine Rodungsbewilligung einholen muss. Jedoch ist es in den meisten Punkten der Gemeinde gefolgt, nämlich dass «die geplante Brücke sich mit dem Schutz des Küsnachter Tobels in Einklang bringen lässt und der Schutzumfang nicht beeinträchtigt wird».

Das Verwaltungsgericht hingegen kommt zum Schluss, dass, obwohl die Tobelbrücke von filigraner Gestalt sei und von aussen nicht einsehbar ist, es sich um ein solides, unübersehbares Bauwerk handelt. Das heisst, dass gemäss Verordnung die Brücke als «grössere Baute» gilt und für diese somit das Verwaltungsgericht als Schutzobjekt einstuft, für welches sie ein Gutachten der NHK vorsieht.

 

Gemäss Auskunft der Gemeinde, muss sich diese nun mit dem Heimatschutz einigen, insbesondere was die Fundierung betrifft. Es sind diesbezüglich Abklärungen im Gange, und es wird anwaltschaftlich geprüft, was genau zu machen ist und entsprechend werden die Änderungen dem Verwaltungs-Gericht eingereicht, was frühestens im Jahr 2022 der Fall sein dürfte. Bis zu einem Beschluss des Verwaltungsgerichts dürfte es demnach noch einige Zeit dauern, was die Realisierung der Tobelbrücke wohl um weitere Jahre verzögern wird.

 

Die Gemeinde hält jedoch nach wie vor an einer Realisierung der Brücke fest, um die beiden Dorfteile Itschnach und Allmend zu verbinden und weil die Tobelbrücke von der Gemeindeversammlung mit einer Mehrheit angenommen wurde.

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Die Gemeindeversammlung hat am 18. Juni 2018 den Bau einer Hängebrücke über das Küsnachter Tobel (gestiftet von einem inzwischen verstorbenen Küsnachter) im Rahmen einer Teilrevision des kommunalen Richtplans mit deutlicher Mehrheit angenommen. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SLS) hat den von der Gemeinde abgewiesenen Rekurs an das Baurekursgericht des Kantons Zürich weitergezogen und nach dessen negativen Bescheid weiter ans Verwaltungsgericht. Nun hat das Verwaltungsgericht in zweiter Instanz angeordnet, dass die Gemeinde ein Gutachten der Natur- und Heimatschutzkommission (NHK) sowie eine Rodungsbewilligung einholen muss.

Das Verwaltungsgericht ist in den meisten Punkten der Gemeinde gefolgt und hat bestätigt, dass die geplante Brücke sich mit dem Schutz des Küsnachter Tobels in Einklang bringen lässt und der Schutzumfang nicht beeinträchtigt wird. Das wichtige Argument einer erleichterten Verbindung zwischen den Quartieren Allmend und Itschnach hat das Gericht ebenso als berechtigtes Anliegen bestätigt. Hingegen kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass obwohl die Tobelbrücke von filigraner Gestalt sei und von aussen nicht einsehbar ist, es sich um ein solides, unübersehbares Bauwerk handelt. Das heisst, dass gemäss Verordnung die Brücke als «grössere Baute» gilt, für welche ein solches Projekt im Bereich von Schutzobjekten ein Gutachten der NHK vorsieht. Dadurch dürfte sich der Bau der Brücke wohl um ein weiteres Jahr verzögern.

Die Brücke würde die beiden Quartiere auf der Höhe des Schübelweihers in Itschnach und der Tennisanlage bzw. des Vitaparcours auf der Allmend nicht nur verbinden, sondern auch zusammenrücken lassen. Eine leicht begehbare «Lücke» im Panoramaweg für ältere Personen oder Familien mit Kindern würde somit endlich erschlossen.

Das BFK hat seinerzeit Stimmenthaltung zur Abstimmungsparole herausgegeben.