
update März/2026
Der Nebel über das weitere Vorgehen betr. des Betriebsreglements (BR) zum SIL hat sich gelichtet. Etwas überraschend hat das BAZL die sehr umfassenden Unterlagen zum Gesuch des geänderten Betriebsreglements 2014/2017 der Flughafen Zürich AG publiziert – mit einer Einsprachefrist bis zum 18. Februar 2026. Natürlich nicht zufällig fällt diese Einsprachefrist in die Sportferienzeit! Um was geht es?
Das Gesucht sieht Südstarts geradeaus bei Bisenlage vor, welch nun sehr rasch eingeführt werden könnte und Küsnacht an solchen Tagen den ganzen Tag über belärmt würde. Das Perfide liegt darin, dass bei einer allfälligen oder teilweisen Genehmigung des Gesuchs, das BAZL auf Begehren des Flughafens den Rechtsmitteln die aufschiebende Wirkung entziehen will! Das BAZL könnte also die Südstarts geradeaus relativ schnell bewilligen, ungeachtet eines späteren Gerichtsentscheids des Bundesverwaltungs-Gerichts oder des Bundesgerichts. Was ein Bisentag ist bzw. wie diese definiert wird, ist ebenso unklar und liegt im Ermessenspielraum der Skyguide. Dies lässt eine, vom Flughafen wohl beabsichtigte, Kapazitätserweiterung zu, obwohl das Gegenteil behauptet wird.
Ebenfalls wird neu im BR festgehalten, dass die Starts wie Landungen fix bis 23.30 erfolgen können, d.h. die Betriebszeit wird nun verlängert und inkludiert de facto den Verspätungsabbau. Zu befürchten ist, dass dann weitere Verspätungen darüber hinaus erfolgen, eine logische Folge von der Vergabe von späten Slots, was in der Kompetenz des Flughafens liegt, welche schon heute schon eine sehr willfährige Haltung gegenüber den Fluggesellschaften zeigt.
Dank der Mobilisierung vom BFK, dem VFSN und den Gemeinden des Flugforum Süd sind wohl Tausende von Einsprachen sind beim BAZL eingegangen. Wir rechnen damit, dass das BAZL vermutlich in 2027 eine Verfügung erstellen und das BR wohl bewilligen dürfte. Aber wer weiss das schon.
Leserbrief von Lorenz Meister in der Zürichsee-Zeitung vom 8. April 2026
update Januar/2025
Im Dezember 2024 publizierte das BAZL den Entwurf zur Revision des SIL-Objektblatts für den Flughaben Zürich, welche das Bundesverwaltungsgericht erzwungen hat und Anpassungen im Bereich der Nachtruhe verlangte.
Nebst diversen positiven Massnahmen wie die Erhöhung der Landegebühren in der Nacht und Möglichkeiten zur Reduktion von Verspätungen, beinhaltet der SIL jedoch nach wie vor Südstarts, nämlich dass bei Nebel ab 06:00 alle Starts direkt über den Süden geradeaus erfolgen sollen und dies ebenfalls bei Bise!
Auch will der Flughafen neu zu Ungunsten der Bevölkerung die aktuelle Betriebszeit von 06:00 bis 23:00 auf neu bis 23:30 festlegen, was den "Verspätungsabbau nun zur ordentlichen Betriebszeit inkludiert. Dagegen wehren wir uns.
Aktuelles dazu finden Sie auf der Homepage des Vereins Flugschneise Süd - Nein www.vfsn.ch
update Oktober/2023
Inzwischen hat die sehr kontrovers geführte Abstimmung zu der geplanten Pisten-verlängerung (PV) 28 und 32 im Kantonsrat stattgefunden und wurde sehr knapp angenommen. Dies ist grundsätzlich eher positiv für die Südgemeinden wie Küsnacht, da bei einer verlängerten Ost-Piste (Piste 28) die Südanflüge reduziert werden.
Das Referendum wurde von den Gegnern von Pistenverlängerungen, u.a. «Fair in Air» bereits angekündigt und es wird nächstes Jahr zu einer Volksabstimmung kommen. Die Pro und Contra diesbezüglich werden wir noch in Zusammenarbeit mit unserem Partner-Verein, VFSN publizieren. Eine Auslegeordnung, warum die PV für uns Vorteil bringt, können sie unter dem Link https://www.vfsn.ch/node/7325 des VFSN abrufen.
Wir werden Sie weiterhin über politische Entwicklungen diesbezüglich informiert halten.
(update 11/2021-lm)
Seit Ende Oktober 2003 erleiden wir Lande-Anflüge über den SÜDEN (inkl. Küsnachter Berg), weil Deutschland den Staatsvertrag mit der Schweiz gekündigt und einseitig die Deutsche Verkehrs Ordnung (DVO) eingeführt hat. Diese verbietet Starts und Landungen über Deutschland werktags bis 7 Uhr und ab 21 Uhr, und am Wochenende bis 9 Uhr und ab 20 Uhr. Und so sind wir seit Jahren durch Anflüge morgens und immer mehr auch abends dem Fluglärm ausgesetzt.
Neu geplant sind zudem bei Bise, Südstarts (an max. 30 Tagen) einzuführen.
Die vorgesehene Rechtskurve über Zürich ist gestrichen worden, was ein politisches Geschenk an die Stadt Zürich zu sein scheint. Das hiesse, dass zukünftig alle Südstarts "straight" über Schwamendingen, Witikon und Zumikon führen und dann entweder nach links Richtung Osten/Norden oder rechts über uns Richtung Westen abdrehen.
Das BFK arbeitet eng mit dem VFSN (Verein Flugschneise Süd Nein) und der Organisation KLUG zusammen, dies zu verhindern.
Durch die Covid-Pandemie hat sich der Fluglärm spürbar reduziert, jedoch macht sich seit Sommer 2021 der wieder anziehende Flugverkehr bemerkbar. Seit diesem Herbst fliegt die Swiss wieder fast alle Destinationen an, zwar mit einer noch reduzierten Frequenz, so dass die Flugbewegungen doch wieder ca. zwei Drittel von 2019 und wohl spätestens in 2023 wider das alte Verkehrs-aufkommen erreichen werden.
Besserung für den Süden dürfte der geplante Ausbau der Pisten 28 und 32 bringen und die Südanflüge, speziell abends auf die Ostanflüge verlagern. Dieses Vorhaben wird in 2022 in den Kantonsrat kommen; unabhängig vom Entscheid untersteht dieses dem Referendum. Bis zur Volksabstimmung dürfte dies 2024 werden. Details bzw. Pro- und Kontra siehe Link von KLUG: https://www.dropbox.com/s/jtjf6g5oggsn2om/FLAB_KLUG_2-2021_Entw_D.pdf?dl=0
Das BFK wird sich auch weiterhin für die Küsnachter-Bevölkerung vehement gegen die SÜD-Landungen und gegen die neu geplanten Starts über den Süden engagieren!
Fluglärm Süd

