Projekt E-Bus Garage

in Itschnach

 

 

 

EBusgarage Itschnach.jpg

An einem kurzfristig angekündigten Informationsabend vom 27.9.21 informierten die Gemeinde und Vertreter von VBZ/ZVV über eine geplante E-Bus-Garage an der Johannisburgstrasse. Anscheinend sind die VBZ schon seit 2 Jahren im Gespräch und der Planung mit der Gemeinde. Warum die Anwohner erst jetzt informiert werden, ist sehr bedauerlich.

VBZ/ZVV informierten, man habe auf der jahrelangen, intensiven Suche nach einem geeigneten Standort nirgends einen geeigneteren Standort gefunden als das Areal Fallacher-Johannisburgstrasse, welches alle Kriterien erfüllen würde. Dies scheint zweifelhaft, vermutlich sind einige Standorte aufgrund Widerstands der Gemeinden gescheitert, wogegen sich Küsnacht einmal mehr willfährig zeigte, ein solches Projekt zu bewilligen.

Die E-Bus Garage in seiner Dimension Platz für 20 Gelenk-Buskompositionen von 18 Meter Länge bzw. 30 Standardbussen mit 12 Meter Länge bieten (die E-Busse sollten bis 2030 die heutigen Dieselfahrzeuge komplett ersetzen). Ebenfalls wird das Bus-Personal mit ca. 30 Fahrzeugen die E-Bus Garage belegen.

Die Busgarage-Anlage beinhaltet nebst separater Ein- und Ausfahrt je eine Waschanlage, einen Werkstattplatz sowie auch Büros und Räume für die Mitarbeiter. Links der Ausfahrt der Busgarage soll ein Parkhaus auf 2 Etagen gebaute werden, um die heutigen, wegfallenden Aussen-Parkplätze zu ersetzen. Auf dem Dach des Gebäude-Komplexes sollen die während des Baus wegfallenden Tennisplätze ersetzt werden.

Es ist klar, ein solcher Bau für 20 Busse und dazugehörenden Service-Anlagen und einem Parkhaus, wird in der Länge und vor allem Höhe zu einem Monsterbau. Diese Anlage dürfte zu Mehrverkehr und Lärm führen, sei es durch das frühmorgens anfahrende Personal bzw. die ständig wiederkehrenden Busse. Dies führt zu noch mehr Emissionen, Lärm und Verkehrsbewegungen als heute schon. Die bis jetzt tolerante Anwohnerschaft, welche heute schon einen regen Verkehr durch den KEK-Betrieb erduldet, würde noch mehr geplagt.

Itschnach ist ein reines Wohngebiet, welches sich in den letzten Jahren enorm entwickelt hat und mit der Johannisburgstrasse die obere Grenze bildet, auf der einen Seite als Wohngebiet und auf der anderen Seite (gemäss Definition der Gemeinde) eine Zone für öffentliche Bauten. Wie man auf die Idee kommen kann, hier einen solchen Baukomplex den Anwohnern gegenüberzustellen und zu behaupten, dies sei der beste Standort, ist rätselhaft. Sowohl von der Sicherheit im Betrieb wie verkehrstechnisch ist dies eine Zumutung. Ein solcher Bau gehört in eine Gewerbezone, wie sie z.B. im Schwäntenmos in Zumikon vorhanden ist, wo heute ein neuerstellter Werkshof und die Feuerwehr ihren Platz findet. Hatte man vor über 2 Jahren die Gemeinde Zumikon wohl angefragt? Oder hat diese, im Gegensatz zu Küsnacht abgesagt? Eventuell müsste jede der betroffenen Gemeinden (Küsnacht, Zollikon, Zumikon) ihren Beitrag leisten und das Parkieren der Busse auf verschiedene Standorte aufteilen. Alternativen müssten zudem eruiert werden, z.B. Zollikerberg (PP Allmend). Jedenfalls scheint vehementer Widerstand der Bevölkerung und Anwohnerschaft vorprogrammiert, auch weil sie jetzt schon in den nächsten Jahren mit dem Umbau der KEK und den Bohrungen für ein Fernwärmenetz arg belastet ist.

 

Informationen siehe unter:

https://www.kuesnacht.ch/public/upload/assets/13708/2021-09-27_ppt_Busgarage.pdf

https://www.kuesnacht.ch/public/upload/assets/13706/2021-09-27_ppt-VBZ_Busgarage.pdf