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 v.l. Christian Bohtz, Peter Ritter, Lorenz Meister

Jahresbericht 2025 des BFK Vorstandes
 

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Einleitung und Tätigkeitsschwerpunkte

Das Vereinsjahr 2025 war durch eine Vielzahl politischer Themen geprägt. Im Zentrum der Vorstandsarbeit standen insbesondere die Gestaltung der Bushaltestelle Oberwachtstrasse, die Planung der Alterswohnungen, die Parkplatzsituation an der Zürichstrasse, das Projekt der Dreifachturnhalle sowie die Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO).

 

9. April – 21. Ordentliche Vereinsversammlung

An der Generalversammlung im Foyer der Heslihalle nahmen 44 Mitglieder teil. Der Jahresbericht und auch die Jahresrechnung für 2024 wurden einstimmig angenommen. Der amtierende Vorstand sowie die Revisoren wurden in ihren Ämtern bestätigt. Das Budget für 2025 wurde genehmigt. Ein besonderer Dank für den grossen Einsatz galt dem Administrator Robi Fricker.

 

Thematische Schwerpunkte der GV:

• Verkehr & Parkplatzsituation: Das BFK setzt sich weiterhin für den Erhalt der Bushaltestelle beim Coop am aktuellen Standort ein. Für den Parkplatz Zürichstrasse unterbreitete der Vorstand einen Vorschlag zur Kapazitätserweiterung. Die gemeinsam mit anderen Parteien lancierte Einzelinitiative zum Areal «Alte Landstrasse» wurde zugunsten eines erweiterten Gemeindeprojekts (inkl. Gemeindehaus) zurückgezogen. • Infrastruktur:

Es erfolgten Updates zur Dreifachturnhalle, zur E-Busgarage, zur Fussgängerbrücke über das Küsnachter Tobel sowie zur Fluglärmproblematik (Südstarts). • Energie & Klima: In Kooperation mit anderen Parteien aus Zollikon und Erlenbach bildete das Bürgerforum die Projektgruppe «Erneuerbare Energie». Zudem wurde auf den Informationsanlass «Küsnacht klimafit machen» im Mai hingewiesen.

• Medien: Die personelle Veränderung beim «Küsnachter» wurde thematisiert. Das BFK betont die Notwendigkeit einer weiterhin unabhängigen und ausgewogenen Berichterstattung.

• Abstimmungen:

Im Hinblick auf die Urnenabstimmung vom 18. Mai wurden die Kredite für die Ersatzneubauten der Alterswohnungen Rebweg und Wangensbach sowie die Aufstockung der Schulanlage Heslibach mit Pro/Contra-Präsentationen erörtert.

Auch an dieser GV kam der gesellige Aspekt mit einem Apéro Riche nicht zu kurz. Vielen Dank an Annette für die Vorbereitung!

 

14. April – Informationsanlass GNK (Alterswohnungen)

Vertreter des Vorstands und Mitglieder nahmen am Informationsanlass der Gesundheitsnetz Küsnacht AG (GNK) teil. In einem Folgegespräch mit den Verantwortlichen wurden spezifische Aspekte (u. a. die Besonnung beim Neubau Rebweg durch eine bessere Ausrichtung) vertieft. Dies war die Grundlage für die Abstimmungsempfehlung, die Ersatzneubauten anzunehmen. Leider wurden die besprochenen Punkte nicht in die Umsetzung aufgenommen.

 

26. Mai – Öffentlicher Informationsanlass «Küsnacht klimafit machen!»

Rund 50 Personen nahmen an der Veranstaltung des BFK zur BZO-Revision teil. Das kantonale Gesetz gibt der Gemeinde einen grossen Spielraum, um sich für das Klima fit zu machen.

• Meteorologie: Jörg Zogg (SRF Meteo) legte die klimatischen Herausforderungen für Küsnacht dar, darunter häufigere und intensivere Hitzewellen, trockenere Sommer und Starkniederschläge.

• Raumplanung: Georg Müller (Amt für Raumentwicklung) erläuterte die Spielräume des kantonalen Gesetzes zur Klimaanpassung durch Bäume, Begrünung, Entsiegelung und Durchlüftung. Dadurch werde der Siedlungsraum gekühlt und Starkniederschläge können aufgenommen werden. Es werde die Lebensqualität, Biodiversität, die bauliche Qualität und das Ortsbild gesteigert.

• Urbane Ökosysteme: Gregor Wiech (Spezialist für urbane Ökosysteme aus Küsnacht) identifizierte Hitzeinseln im öffentlichen Raum, insbesondere den Dorfplatz und den Schulplatz Heslibach. Bei einem Apéro wurde anschliessend noch diskutiert und die Teilnehmer haben sich vernetzt.

 

16. Juni – Gemeindeversammlung

Neben der Genehmigung der Jahresrechnung 2024 setzte das BFK Akzente bei der Netzanstalt Küsnacht: Christian Bohtz forderte die Vergütung von Herkunftsnachweisen für lokalen Solarstrom («Küsnachter Strom für Küsnacht») sowie eine Abstimmung über das Fernwärmeprojekt Küsnacht Zentrum im Jahr 2026, damit baldmöglichst eine Anschlusslösung an die Gasversorgung angeboten werden kann. Erstmals wurde der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung der GNK AG genehmigt. Peter Ritter unterstützte erfolgreich den Baukredit für die Sanierung des Gasthofs Krone (Forch). Auch der Gegenvorschlag zur Einzelinitiative «Parkplatz Alte Landstrasse» wurde angenommen.

 

3. Juli – Mediale Präsenz

Unter dem Titel «Die unbequemen Mahner von Küsnacht» veröffentlichte der «Küsnachter» ein ausführliches Porträt über die Arbeit des BFK.

 

23. August – Neuzuzüger-Apéro und Mitgliederwerbung

Durch die Präsenz am Neuzuzüger-Apéro, einem flächendeckenden Flyer-Versand sowie Standaktionen im Zentrum und in Itschnach konnten erfolgreich neue Mitglieder für den Verein gewonnen werden.

 

12. November – BFK-Mitglieder-Forum

Im Rahmen des Forums präsentierte Thomas Husemann eine fundierte Analyse des Budgets 2026 sowie der Steuerfussentwicklung. Es wurde aufgezeigt, dass die Steuerfusssenkungen der Jahre 2022 und 2024 ab 2025 zu negativen Rechnungsergebnissen führen. Es wurde eine jährliche Prüfung vorgeschlagen, um den Steuersatz bei Bedarf künftig anzupassen. Die Mitglieder unterstützen das Budget sowie die Beibehaltung des Steuerfusses.  

Weitere Themen des Forums:

• Infrastruktur:  Lorenz Meister stellte einen Vergleich der Dreifachturnhallen-Projekte Fallacher und Heslibach vor. Die Mitglieder favorisierten aufgrund der höheren potenziellen Auslastung den Standort Heslibach. Zudem wurde der Kredit für das Programm «Klima, Energie und Grünraum 2026–2029» (2,0 Mio. CHF) einstimmig befürwortet.

• Wahlen 2026: Der Vorstand plant für die kommenden Gemeinderatswahlen Anhörungen der neuen Kandidierenden durchzuführen, um anschliessend Wahlempfehlungen abzugeben.

• Medien: Kritik wurde am neuen Format des «Küsnachter Boten» (KüBo) geäussert. Das kleinere Format und die Schriftgrösse erschweren die Lesbarkeit; zudem wurde eine Seite 2 mangelnde Vielfalt politischer Meinungen sowie eine zu starke Dominanz der Gemeinderatsperspektive bemängelt.

• BZO-Revision: Christian Bohtz informierte über den Anlass «Küsnacht klimafit machen». Das Ziel sind lokale Anpassungen an das sich verändernde Klima im Rahmen der neuen gesetzlichen Möglichkeiten durch das PBG. Im Mitwirkungsverfahren reichte der Vorstand 33 Anträge ein und hat den Mitgliedern eine Vorlage mit sieben Anträgen zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte lagen auf dem Ortsbild, dem Baumschutz, dem Erhalt von Kaltluftströmen und der Vermeidung von Lichtverschmutzung.

• Energie: Ein langjähriges Ziel des BFK – die Verwendung lokaler Herkunftsnachweise für PV-Strom durch die Werke am Zürichsee (WAZ) – steht vor der Umsetzung. Bezüglich des Wärmeverbunds Küsnacht Zentrum wird die Gemeinde Anfang 2026 über die Ergebnisse der Vorstudie informieren.

• Fluglärm: Lorenz Meister erläuterte die kritische Entwicklung bei den «Südstarts geradeaus». Diese im Betriebsreglement des BAZL erwähnte Variante hätte erhebliche Auswirkungen auf die Lärmbelastung in Küsnacht.

• Verkehr: Peter Ritter präsentierte Ergebnisse eigener Abklärungen zur Bushaltestelle im Zentrum. Die Analysen und ein Test des BFK belegen, dass die Zu- und Wegfahrt am aktuellen Standort vor dem Coop technisch weiterhin möglich ist. Gerne verweisen wir auf den detaillierten Bericht.

 

8. Dezember – Gemeindeversammlung

An der gut besuchten Versammlung wurden das Budget 2026 und der unveränderte Steuerfuss genehmigt. Das BFK hatte beide Vorlagen unterstützt. Ein Antrag von Rotgrün+ zur Erhöhung des Kredits für das Programm «Klima, Energie und Grünraum» von 2,0 auf 2,7 Mio. CHF fand durch die hohe Teilnahme eine Mehrheit. Hinsichtlich der Dreifachturnhalle unterstützten die Stimmbürger zwar beide Projekte (Heslibach und Fallacher), beschlossen jedoch bei der Stichfrage zum Standort eine nachträgliche Urnenabstimmung.

 

Vereinstätigkeit und Organisation

Neben den Mitgliederversammlungen hielt der Vorstand acht Sitzungen ab. Zudem war der Vorstand des BFK an zwei politischen Themenabenden der Gemeinde, an der GV des VFSN sowie an zwei Austausch-Treffen mit dem Gemeinderat und anderen Parteien vertreten. Die Arbeitsbelastung für das dreiköpfige Vorstandsteam bleibt hoch. Um die Hürde für einen Beitritt zu senken, wurde im Berichtsjahr der Status «Sympathisant/-in» eingeführt. Diese Massnahme erwies sich als Erfolg: Mehrere Personen entschieden sich nach dem Forum für eine ordentliche Mitgliedschaft. Insgesamt durften wir im Jahr 2025 15 neue Mitglieder und Sympatisanten/-innen willkommen heissen. Per Ende 2025 verzeichnete das BFK somit einen Bestand von 160 Mitgliedern und Sympathisanten/-innen.

 

Ausblick Wir blicken erwartungsvoll auf das Jahr 2026. Mit der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung steht ein Kernanliegen des BFK zur Debatte. Zudem werden wir die zahlreichen langfristigen Infrastrukturprojekte weiterhin konstruktiv-kritisch begleiten.

 

Für den BFK-Vorstand

Christian Bohtz 

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