Im November 2017 haben die Küsnachter Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Sanierung der SBB-Personenunterführung mit einem Kredit von Fr. 9,1 Mio. äusserst knapp zugestimmt, dieser lag Fr. 4 Mio. über der damals im Zentrumsprojekt integrierten Variante. Eine Beteiligung an den Kosten seitens der SBB wurde gewünscht und diskutiert, aber als unsicher taxiert. Seit über drei Jahren wartet die Bevölkerung nun darauf, dass dieses behindertengerechte und bahnpassagier-freundliche Projekt endlich realisiert wird.

Die Gründe für diese lange Verzögerung scheinen zum grossen Teil bei den SBB zu liegen, hat dort doch der zuständige Projektleiter mehrmals gewechselt. Auch mussten die SBB über einen Abbau einer Weiche seeseits entscheiden. Dies hatte Auswirkungen auf die Kosten, die zuerst nach dem Verursacherprinzip ausgeschieden werden mussten. Nun scheinen diese Probleme weitestgehend gelöst, so dass die definitiven Projektpläne von März bis Mai 2021 öffentlich aufliegen dürften und ein Beginn der Bauarbeiten per Mai 2022 realistisch scheint. Die Arbeiten sollten bis März 2023 abgeschlossen sein. Eine Einigung über eine Partizipation an den Kosten durch die SBB scheint auf dem Tisch zu liegen, eine diesbezügliche Information sollte ebenfalls bis zum zweiten Quartal 2021 erfolgen.

Durch Änderungen in der Ausführung während der Detailplanung ergeben sich Mehrkosten von Fr. 800'000 und es ist zu hoffen, dass keine weitere Kreditüberschreitung erfolgt. Ein «Einfallstor» zum Bahnhof über der Rampe bergseits soll Schutz vor Regen bieten, aber auch den Zugang über die lange Rampe mit entsprechendem Lichtkonzept optimal gestalten.

Im Anschluss erfolgt die ebenfalls angesagte Sanierung des Parkplatz-Areals Zürichstrasse, welche bis Juli 2023 erfolgen sollte. Die PP sollen etwas breiter und vermutlich schräg platziert werden, um den breiteren Fahrzeugen gerecht zu werden und das Ein- und Ausparken zu erleichtern. Dies führt zu einem Verlust von ca. 10-20 PP gegenüber heute, d.h. zu einer Reduktion von den bisherigen 117 PP auf plus/ minus 100. Ein Teil davon geht auf Kosten des Ausbaus der Veloparkplätze, welche um fast die Hälfte aufgestockt werden und neu 130 Fahrrädern Platz bieten. Dies liegt natürlich im Trend und motiviert hoffentlich (!) Pendlern, die bisher mit dem Auto zum Bahnhof fuhren, zu einem Umstieg aufs Velo.

Bleibt die Hoffnung, dass was «lange währt, auch endlich gut wird», und dieses teure Projekt zur Zufriedenheit sämtlicher Benützer möglichst rasch realisiert wird. Damit würde auch die Verbindung zwischen Ober- und Unterdorf des durch den Bahnhof getrennten Dorfkerns endlich aufgewertet und verbessert.

(update 02/2021)

SBB Personenunterführung